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Datum

24.12.1971

Medium

B.Z.

Ausgabe

305

Seite

5

AutorIn

pit

Grünes Licht für 'Besatzer'

Bethanien: Mietvertrag wird geschlossen

Die Würfel sind gefallen - das Martha-Maria-Haus auf dem Gelände von Bethanien bleibt in den Händen seiner "Besatzer". Und das mit Billigung der Kreuzberger SPD und der sozialdemokratischen Bezirksverordnetenfraktion.

Einer Unterzeichnung des Mietvertrages zwischen dem Bezirksamt einerseits und dem Jugendzentrum e.V. beziehungsweise der Eltern-Kind-Gruppe Florian andererseitssteht nichts mehr im Weg.

Verhandlungen zwischen der Behörde und den plötzlich aufgetauchten "Mietern" waren vorangegangen. Das Ergebnis akzeptierten beide Seiten. Dem Jugendzentrum e.V. - ihm gehören etwa 20 bis 30 Leute an - werden zwei Etagen des Martha-Maria-hauses überlassen. Die Gruppe Florian, die im Feierabendhaus des Komplexes bereits zwei Etagen benutzt, erhält zusätzlich vier Räume.

Um einen ständigen Kontakt zwischen den "Ratsherren" und den neuen Bewohnern herzustellen, werden drei hauptamtliche Jugendpfleger als Sozialarbeiter in Bethanien beschäftigt.

Unabhängig von diesem Mietvertrag, faßte der SPD-Kreisvorstand in Kreuzberg einstimmig zwei weitere Beschlüsse: Der Abteilung Jugend und Sport sollen auf dem Bethanien-Gelände Räume für die Jugend zur Verfügung gestellt werden. Das Bezirksamt und der Senat wurden aufgefordert, sobald wie möglich eine Nutzung des verwaisten Krankenhauses zu ermöglichen.

Am guten Willen fehlt es nicht. In einer Dokumentation der Senatorin für Jugend und Sport wird dem Experiment Bethanien "grünes Licht" gegeben. Ob das mit dem Geld auch so schnell geht, bleibt abzuwarten. Denn die allernotwendigsten Renovierungsarbeiten verschlingen runde sieben Millionen Mark.

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